Harzer Hexenreich wird noch atraktiver

Aussichtsturm und Erlebnisspielwelt werden gefördert
Grafik des HexeturmsMit seinem markanten Aussichtsturm und der Erlebnisspielwelt soll das touristische Ausflugsziel “Harzer Hexenreich” zukünftig vor allem Familien anlocken. Das Land fördert das Projekt des Landkreises Nordhausen mit rund 6,2 Millionen Euro. Die Investitionssumme liegt bei rund 7,8 Millionen Euro. Realisiert wird das Projekt vom Landkreis Nordhausen gemeinsam mit den Kommunen Ellrich und Harztor bis zum Frühjahr 2022.

 

„Mit etwa 10 Millionen Übernachtungen jährlich und seiner zentralen Lage ist der Harz nicht nur ein beliebtes Wander- und Reiseziel in Thüringen, sondern auch in ganz Deutschland“, betont Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee bei der Übergabe des Förderbescheids. „Mit dem ‚Harzer Hexenreich‘ wollen wir den Südharz als länderübergreifend bedeutendes Tourismusgebiet ausbauen. Gute Angebote für Familie und ein attraktives Wandernetz insbesondere im Bereich des Grünen Bandes sind dafür eine wichtige Voraussetzung“, so Tiefensee weiter.

Land Thüringen fördert zu 90 Prozent

Minister Tiefensee lässt sich das Projekt erklärenEs wird um Hexen, Mythen und weitere sagenhafte Gestalten im „Harzer Hexenreich“ gehen. Ankerpunkt ist ein Aussichtsturm, der mit einer Höhe von etwa 55 Metern zukünftig als größter und noch dazu barrierefreier Turm im Harz nicht nur einen weiten Panorama‐Blick, sondern auch eine umfassende touristische Infrastruktur für Familien bietet. So hält der „größte Hexenbesen der Welt“ gerade für die jüngeren Gäste Rutschen und Spielangebote im Innenbereich bereit. Modern und spannend inszeniert wird das harztypische Thema auch virtuell und lässt die Hexen so „lebendig“ werden. Im Umfeld des Aussichtsturms wird eine verhext-zauberhafte Abenteuer‐Wald‐Erlebnisspielwelt entstehen, die mit individuell gestalteten Spielgeräten zum Klettern, Verstecken und Toben einlädt. Darüber hinaus soll die Anbindung des Geländes an das Wanderwegenetz weiterentwickelt werden. Geplant sind unter anderem zwei Hexen‐Rundwege mit verschiedenen Stationen rund um Rothesütte sowie um den Nachbarort Sophienhof, dem Haltepunkt der Harzer Schmalspurbahnen.

„Wir wollen mit dem ‚Harzer Hexenreich‘ im nördlichsten Ort Thüringens, in Rothesütte, mit einem außergewöhnlichen touristischen Angebot für unseren Freistaat werben“, sagt der Nordhäuser Landrat Matthias Jendricke. „Die 90-prozentige Förderung zeigt, dass wir das Wirtschaftsministerium von der Qualität unseres Vorhabens überzeugen konnten, und ich bin Minister Tiefensee und seinem Team dankbar für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit, die wir gern fortsetzen wollen.“

Harz ist bundesweit Wanderziel Nummer 1

Das Bergdorf Rothesütte (einem Stadtteil der Stadt Ellrich im Harz), landschaftlich attraktiv und verkehrstechnisch hervorragend gelegen, bietet inmitten der Harzer Berge ein hohes Potential für die Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur. Studien wie etwa die Tourismus-Marktforschung „Destination Brand“ mit rund 17.000 Befragten zeigen, dass der Harz einen ausgesprochen hohen Bekanntheitsgrad und Sympathiewert erreicht und bei zentralen Reisethemen wie Natur‐ und Aktivtourismus eine Spitzenregion ist – als Wanderziel sogar die Nummer 1 bundesweit.

Quelle: Tourismusnetzwerk Thüringen

letzte Änderung: 09.06.2016